Jeanskauf: Horrortrip oder Shoppingtrip

Ich hasse meinen Körper.

Ich hasse meinen Körper.

Immer?
Nein, doch auf jeden Fall, wenn ich in einer Umkleidekabine stehe.

Heute war ich mit meinem Mann auf der Suche nach einer Jeans.
Das Kleidungsstück, das ich so selten kaufen, weil es der absolute Horror ist.

Entweder sieht meine Figur wie eine verschrumpelte Pflaume aus,
Oder wie ein Presswurst.
Entweder ist sie an den Knien zu eng,
Oder steht am Bund ab.
Sitzt sie oben perfekt, dann ist der Po nicht mehr vorhanden, weil die Taschen ihn plattdrücken.
Die eine zwickt, die andere schlabbert und die nächste, ja die ist mega schön, ja hat sogar die Tendenz zur Lieblingsjeans zu werden.
Jackpot!
Und dann, ist sie nicht mehr in meiner Größe da.

Ich sag´s euch.
Jeans kaufen, setze ich mit Folter gleich.
Zum Glück, ist mein Mann so geduldig und bringt mir auch nach der fünfzehnten Jeans, die nächste Größe.

Zu den körperlichen Schmerzen, durch die zu engen Jeans, kommen noch die psychischen Schmerzen hinzu.

Spiegel und Beleuchtung

Der Spiegel.
Besser gesagt, die Beleuchtung in der Kabine.
Dass mein Körper mit fast 40 Jahren (ok, ich hab noch 1,5 Jahre ) nicht mehr makellos ist, weiß ich.
Doch müssen die unschönen Stellen dann auch noch ausgeleuchtet werden?

Die Falten am Arsch.
Die blaue Lagune in der Kniekehle.
Die Narbe am Knie.
Die blauen Flecken am Oberschenkel (keine Ahnung, wo die schon wieder herkommen).
Alles springt einem durch das unpassende Licht und den rundum reichenden Spiegeln förmlich gleichzeitig ins Auge.

Du kannst dir in dem Moment noch 100 Mal sagen:
Anna, das ist das Licht. Am Strand oder im Schlafzimmer ist das nicht so sichtbar.
Ist es das?

Von jetzt auf gleich, habe ich schon keine Lust mehr Jeans zu kaufen.


Heute hatte ich Glück.
Zusätzlich zu der unglaublichen Geduld meines Mannes, waren noch ein Verkäufer und eine Verkäuferin bemüht, mit mir die richtige Jeans zu finden.

Als ich dann vorhin unter der Dusche stand, habe ich mich wieder mit meinem Körper versöhnt.
Habe ihn liebevoll eingecremt und ihm gedankt, dass er mich durchs Leben trägt.

Mindset Tipp:

Creme dich diese Woche jeden Tag ein.
Dabei sei dankbar und liebevoll mit deinen Gedanken zu deinem Körper.


Kleidergrößen:

Zusätzlich zu den so f**king schlecht ausgeleuchteten Umkleidekabinen, gibt es ja noch die Kleidergröße, die uns jeden Nerv rauben kann. Dabei ist sie nur eine Zahl und kann uns eigentlich nichts Böses.
Doch wir geben zu viel Emotion hinzu und schon kann eine einfache Zahl uns wieder zum Zweifeln bringen.


Dabei muss die Größe nicht falsch sein, sondern einfach der Schnitt des Kleidungsstückes nicht zu deiner Figur passen.

Wenn auch du zu den Frauen gehörst, die etwas Hüftspeck haben (und keine Angst, du bist nicht alleine damit), dann probiere beim nächsten Einkauf eine höher geschnittene Jeans an. Dabei meine ich keine High Waist Jeans, die bis in die Taille geht, denn dann betonst du deine Hüften ganz besonders stark.

Wähle die Höhe deiner Jeans so, dass dein Hüftspeck nicht abgedrückt wird, sondern die Jeans sich an deinen Körper anschmiegt.

 Ich empfehle, dir morgens unter der Woche alleine einkaufen zu gehen. Du gehst in einen Jeansladen, der viele verschiedene Marken führt und dann probierst du wild darauf los.

Warum alleine?
Weil dich dann niemand drängt, ob bewusst oder unbewusst.
Die Verkäuferin hilft dir sicher gerne, denn an einem Dienstagmorgen ist nicht wirklich etwas los und sie freut sich, dir helfen zu können.
Lass dir Zeit und sehe es sportlich (Oh ja, 30 Jeans anzuprobieren, artet in Sport aus).

Wenn du ein schlechtes Gewissen hast, weil du die Verkäuferin zum x-Mal eine andere Größe oder Jeans holen schickst, dann nimm eine Kleinigkeit (Schoki & Co.) mit und schenke es im Laufe deines Fittings der Verkäuferin. Sie wird sich unglaublich freuen.

So findest du DEINE Jeans und vielleicht auch DEINE Marke, denn oft schneidern die Hersteller für einen Körpertyp.

Lass dich also nicht von schlechtbelichteten Umkleidekabinen oder willkürlichen Konfektionsgrößen aufhalten, dich wohl in deinem Körper zu fühlen.
Lass dir Zeit deine Lieblingsjeans zu finden, denn sie wird dir jahrelang ein grenzgeniales Gefühl geben, immer dann, wenn du in sie reinspringst.

Make up your Mind

Anna-Lydia 

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