5 Glaubenssätze, die besser sind als jede Diät

Oder wie die Kohlsuppen-Diät mir geholfen hat, nie wieder eine Diät auszuprobieren.

Du bist, was du isst.
Bis wir 40 Jahre alt sind, haben wir unglaublich viele Diäten und Abspecktipps ausprobiert. Haben uns mit FDH (Friss die Hälfte), Ananas-Diät oder Kohlsuppen Diät – das war so das Ekelhafteste, was ich je ausprobiert habe – gegeißelt.

Martina ( Name von der Redaktion geändert 😊 ) hatte dieses unglaublich wirkungsvolle Suppen-Rezept rausgesucht und gemeinsam hatten wir unseren Kilos den Kampf angesagt. Also kochten wir das doppelte Rezept, 10 Liter Kohlsuppe. Die Wohnung stank, doch wir waren guter Dinge. Wir hatten ja auch noch nicht probiert. Die Aufgabe war es, 5 Mahlzeiten am Tag zu essen.

Ich hielt 2 Tage durch, Martina 2 Wochen.

War sie schlanker? Ein bisschen. Doch auf jeden Fall war sie schlechter gelaunt.

Low Cab,
Low Fat,
Low Sugar,
Low Fastfood,
Low irgendwas haben uns irgendwann dann auch mal erwischt.

Haben wir abgenommen? Vielleicht.

Waren wir unglücklich? Ganz bestimmt.

Die Versuchung ist groß.
Vor Jahren hatte ich keine ungesunden Leckereien zu Hause, denn waren sie da, waren sie gleich in meinem Bauch und es gab kein Halten mehr. So eine Chipstüte ist doch dafür gemacht, leer gegessen zu werden.

Im Supermarkt, an der Tankstelle oder am Kiosk lauern die großen und kleinen Versuchungen auf uns und wandern immer wieder unbewusst und sind wir ehrlich, auch bewusst, in den Einkaufskorb. Meine Leckereien nehmen die Abkürzung. Sie wandern bei mir gleich in den Mund. So schaffte ich es eine Tafel Schokolade oder eine Packung Kekse auf dem Heimweg vom Supermarkt in mich reinzustopfen.

Obwohl wir wissen, dass sie ungesund sind stopfen wir uns damit voll. Ja klar, weil sie so gut schmecken und irgendwie erfüllen sie uns mit einem wohlwollenden Gefühl, oder?
Schokolade macht doch glücklich und nach etwas Süßem, braucht es doch was Salziges.

Zack, da ist es! Das schlechte Gewissen.
Unsere innere Stimme „Lola“, die uns jetzt, nach dem wir uns endlich mit unseren Süßigkeiten belohnt haben, in den Ohren liegt und auf uns ein drescht. Herzlichen Glückwunsch, jetzt haben wir es wieder geschafft. Wir mobben uns selbst und sind da verdammt gut drin.

Nach meinen Kohlsuppen Experiment, war für mich klar, dass dies meine letzte Diät war.
Ich habe mich bewusst entschieden und beschlossen mein Gewicht anzunehmen.

Ja, und jetzt könnte man sich noch einreden: „Mit den Körpermaßen fühle ich mich wohl.“
Das wäre gelogen, denn ich fühlte mich alles andere als wohl, doch ich wollte nicht mehr in diesen Strudel, mit Kalorienzählen, Wiegen, Fressen und Verzicht.

Ich entwickelte meinen Rhythmus und meine Glaubenssätze.
Vielleicht kannst du den ein oder anderen Glaubenssatz für dich verwenden. Vielleicht hast du dir auch schon einen eigenen zurechtgelegt und möchtest ihn mit uns teilen, dann schreibe ihn doch in die Kommentare.

Ich esse worauf ich Lust habe und esse bis ich satt bin.

Es gibt keinen Verzicht. Du darfst alles essen und verbietest dir Nichts. Aus welchem Grund auch immer, wollen wir immer das, was wir nicht kriegen. Irgendwann drehen sich deine Gedanken nur noch um das, was du dir selbst verbietest und am Ende, manchmal nach ein paar Stunden oder nach ein paar Tagen, erwischt uns wieder die Fressattacken.

In meiner Kindheit hieß es oft, iss den Teller leer. Heute esse ich so viel bis ich satt bin.
Und nein, satt ist nicht das, wenn du das Gefühl hast,
dein Magen platzt gleich,
Du am liebsten eine Hose mit Gummizug anziehen willst,
oder du dich gleich auf die Coach legen willst, um dein Fress-Koma auszukurieren.

Ich trinke mich schön.

Unser Körper besteht aus einem Großteil aus Wasser. Wenn wir nicht aussehen wollen wie eine vertrocknete Pflaume, dann sollten wir genügend über den Tag trinken.
Am besten Mineralwasser.

Jetzt sagst du dir vielleicht, Wasser schmeckt mir nicht und Schwupps, sind wir wieder in der Zuckerfalle. Wir mischen uns Fruchtsaft in unser Wasser oder trinken Softdrinks.
Ich will dir hier jetzt nicht erzählen, wie schädlich Zucker ist, dafür gibt es genügend Gesundheitsblogs. Ich möchte dich anregen, bewusst auf dein Trinkverhalten zu achten und darüber zu entscheiden. 

Wenn du abnehmen oder weniger Zucker konsumieren willst, dann solltest du bevor du anfängst an deinem Essverhalten zu rütteln, erstmal dein Trinkverhalten analysieren. Du kannst unglaublich viele Kalorien und Zucker einsparen, wenn du auf zuckerlose Getränke umsteigst.

7 Tipps, mit denen dir das Trinken leicht fällt

  • Jumbo Becher
    Morgens zum Frühstück trinkst du eine Tasse Tee, am besten ungesüßt. Und jetzt nicht irgendeine Tasse, sondern einen Jumbo Becher, in deinem Lieblingsdesign mit mindestens 400 ml Füllmenge.
    So kannst du dich austricksen, denn du trinkst eine Tasse Tee, doch jetzt ist jede Menge Flüssigkeit drin. Stelle bevor du ins Badezimmer gehst erst den Tee auf, so ist er trinkwarm, wenn du aus dem Badezimmer zurückkommst.
    Du hast noch nicht deinen Lieblingstee gefunden? Beim nächsten Stadtbummel machst du einen Stopp im Teeladen und lässt dich beraten. Ich bin mir sicher, du wirst DEINEN Tee finden.
  • Griffbereit/Immer dabei
    Hast du was zu trinken in deinem Blickfeld stehen, so erinnerst du dich automatisch ans Trinken. Mach es dir zur Routine, wenn du unterwegs bist, eine Trinkflasche dabei zu haben.
    Auch hier, macht es mehr Spaß zu trinken, wenn du eine Trinkflasche kaufst, die dir gefällt, mindestens 750 ml fasst und eine große Öffnung hat, damit richtig was raussprudelt.
  • Wasser mit Geschmack
    Wasser mit Geschmack gibt es ja schon zu kaufen, doch Vorsicht, hier wird unser Körper mit Geschmackstoffen veräppelt. Viel besser, du zauberst dir dein geschmackvolles Wasser selbst. Versuche verschiedene Obst- und Gemüsesorten oder Kräuter und finde deine Lieblingskombination. Ich liebe Gurke mit Zitrone und Minze oder gefrorene Himbeeren mit Basilikum.
  • Schaffe dir Rituale
    Finde deine Rituale. Ich bin kein Freund der Disziplin. Warum? Weil ich dann immer das Gefühl habe, mich anstrengen zu müssen. Was ich die letzten Jahre für mich entdeckt habe, ist es meinen Rhythmus zu finden und Rituale zu kreieren.
    Zwei Rituale hast du schon kennengelernt. Die Jumbo Tasse und die Trinkflasche für unterwegs.
    Schaffe dir auf der Arbeit ein Ritual. Vielleicht hast du eine zweite Jumbo Tasse an deinem Schreibtisch und trinkst in deiner kurzen Nachmittagspause genüßlich eine zweite Tasse Tee.
    Oder du schaffst die mit deiner Familie oder deinem Partner ein Ritual, eine kleine Auszeit gemeinsam. Ihr bereitet euch einen kleinen Nachmittagssnack z.B: einen Smoothie zu.
  • Gemeinsam anspornen
    Vielleicht ist in deiner Familie oder im Freundeskreis jemand, der gerne auch mehr trinken will. Erzähle im nächsten Gespräch von deinem Vorhaben und vielleicht hat dein Gegenüber Lust mitzumachen und ihr könnt euch gegenseitig anspornen.
  • App/Tagebuch

Um deinen Erfolg festzuhalten, kannst du ein Trinktagebuch führen. Hier kannst du festhalten, wie viel du über den Tag getrunken hast. Oder du suchst dir eine App, die dich daran erinnert. Es gibt jede Menge Möglichkeiten.

Ich will vollen Geschmack und volles Genuss.

Das Marketing-Karussell hat sich vor vielen Jahren Light Produkte ausgedacht. Jetzt mal eine ganz ernst gemeinte Frage: Kennst du Light oder fettreduzierte Produkte, die wirklich schmecken?

Ich finde Magerquark schmeckt wie eingeweichtes Zeitungspapier und Light Mozzarella ist zäh wie Gummi.

Wenn ich Quark esse, dann esse ich den Quark mit 40 % Fett. Warum? Weil er glücklich macht, mit süßem Obst oder mit Zimt und einer Prise Zucker. Einfach ein Gedicht.
Nach ohne Fett, kam ohne Zucker. Hier gibt es echt gute Alternativen. Wie ein Löffel Honig oder Agavendicksaft. Doch Vorsicht vor den Zuckeraustauschstoffen (hierzu gibt es gute Ernähungsblogs). Wenn du Cola trinken willst, dann trink Cola und nicht eine reduzierte Variante.
Wenn du Pommes essen willst, dann iss Pommes. Warum? Weil es schmeckt, du glücklich bist und am Ende nicht eine halbe Stunde später wieder auf die Suche gehst.

Ich esse, um mich zu ernähren und meinem Körper was Gutes zu tun.

Wir essen aus so vielen Gründen:
Vielleicht,
weil uns langweilig ist.
weil wir uns belohnen.
weil jetzt Essenszeit ist.
weil wir Frust haben oder uns schlecht fühlen.
weil wir gerade in geselliger Runde sind oder jemand für uns gekocht hat.

Warum isst du?
Schnapp dir Papier und Stift und schreibe deine Gefühle runter, wenn du ans Essen denkst. Lass dir ein paar Minuten Zeit und lass deine Gedanken fließen. Es gibt kein Richtig und kein Falsch.
Achtung: Es können Tränen fließen, dicke fette Kullertränen, das ist ok. Lass die Tränen laufen und schreibe weiter.
Na, was hast du für dich entdeckt?

Ich bewerte meinen Körper mit dem Gefühl, das er mir gibt.

Kennst du das Gerät zur Gewichtsbewertung? Für gewöhnlich nennt man es Waage. Ich habe sie abgeschafft. Denn alles was mir ein schlechtes Gefühl gibt, fliegt raus.
Was die Zahl auf der Waage aussagt, ist nur, wie viel Masse du mit dir rumschleppst, doch nicht, wie du aussiehst oder wie fit du bist.
Dasselbe gilt für die Konfektionsgrößen in unserer Kleidung. Sie zeigen irgendeine Norm an und die ist so unterschiedlich, dass ich von Kleidergröße 32-44 alles in meinem Schrank habe.
Jetzt fragst du dich sicher, was ich in Größe 44 in meinem Schrank habe.

Ganz klar, Strumpfhosen.
Denn es gibt nichts Schlimmeres, als Strumpfhosen, die über den Tag nach unten rutschen und du das Gefühl hast, als würdest du Pampers tragen.

Was habe ich noch viele Nummern zu groß im Schrank?

Unterhosen.
Denn du siehst immer aus wie ein Rollbraten, egal wie schlank du bist, wenn du Unterhosen trägst, die sich im Fleisch abzeichnen.
Also streiche die Konfektionsgrößen aus deinem Kopf oder nimm die Schere und schneide sie vorsichtig aus deiner Kleidung heraus

Konnte ich dir einen Glaubenssatz mitgeben?
Hast du vielleicht noch einen, der dir in der Vergangenheit geholfen hat und du möchtest ihn mit uns teilen, dann schreib ihn doch in die Kommentare.


Ein Kommentar zu “5 Glaubenssätze, die besser sind als jede Diät”

  • Zum Abnehmen und schlank bleiben braucht es NUR ZWEI DINGE!! EINE WAAGE IM BAD UND DISZIPLIN BEIM ESSEN und TRINKEN!! DAS IST WIRKLICH ALLES!!! KEINE DIÄTEN, KEINE KUREN, ES IST WIRKLICH NICHT SCHWER! DAS HUNGERGEFÜHL VERSCHWINDET NACH CA. VIER WOCHEN! UND DAS WISSEN HERR ÜBER DIE EIGENE GIER, ÜBER SICH SELBST ZU SEIN MACHT STARK!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.